Ich lasse dich hinter die Kulissen meines Website Make-overs blicken. In diesem Beitrag mit Video erzähle ich dir welche Learnings ich aus der Design-Überarbeitung gezogen habe, warum ich von Thrive Themes enttäuscht war und was meine 5 Website-Tipps für dich sind.

Wie kam es dazu, das Webdesign zu überarbeiten?

Letztes Jahr habe ich mit zwei Designerinnen zusammengearbeitet, dabei ging es nicht um meine Website direkt sondern um das Corporate Design, hauptsächlich mein Logo. Meine Website habe ich letztes Jahr grundlegend überarbeitet und einen Relaunch gemacht, mit dem Webdesign war ich jedoch nie so 100% zufrieden, und ich muss gestehen ich hatte dann einfach keine Lust mehr mich weiter damit zu beschäftigen. Ich fühlte mich bezüglich Design-Verschönerungen total unkreativ und deshalb blieb es so „schlicht“ wie es war.

Vor kurzem hat es mich dann urplötzlich gepackt – zufällig von einer Vorlage von Thrive-Themes inspiriert wusste ich schlagartig, wie ich mein Design umsetzen bzw. verschönern wollte. Ich hatte sozusagen das Bild direkt im Kopf. Und spontan beschlossen, das Projekt „Website Make-over“ durchzuziehen, obwohl es eigentlich nicht geplant war.

Blick hinter die Kulissen im Video

Schau dir das Video an, indem ich erzähle

  • was ich gemacht habe
  • welche Erkenntnisse ich hatte (ab Minute 04.35)
  • was nicht so gut lief und wo du unbedingt aufpassen solltest (ab Minute 07:52)
  • oder, wenn du wenig Zeit hast, springe direkt zur Zusammenfassung (ab Minute 10:30)

Wenn du nicht gerne Videos schaust, habe ich hier einen kurzen Überblick über den Video-Inhalt.

Was habe ich auf der Website geändert?

Ich habe das Design meiner Website überarbeitet. Das System WordPress sowie mein Theme blieben gleich, die Inhalte auch.

Hauptsächlich habe ich die unterschiedlichen Design-Elemente neu designt, des Weiteren habe ich in diesem Zuge auch das „große“ WordPress-Update auf 5.0 gemacht und auch einige Plugin-Einstellungen angepasst, die sich aufs Design auswirken.

Die Blogbeiträge habe ich komplett auf den neuen Gutenberg-Editor umgestellt. Vorher war bei einigen Artikeln das Layout mit dem Plugin Thrive Architect gebaut, das führte jedoch ab und zu zu Problemen, zum Beispiel dass ich die Sidebar nicht mehr global ausspielen konnte. Diese schob sich bei den mit Thrive Architect gestalteten Seiten in den Text.

Willst du später Theme oder Plugin ändern und hast deine Blogbeiträge damit gestaltet, musst du alle Beiträge umgestalten.

Deshalb wollte ich unabhängig sein. Und mit dem neuen Gutenberg-Editor hat man viele Möglichkeiten fürs Layout, deshalb nutze ich nun die WordPress-eigene Variante.

Die Umstellung hat sehr gut geklappt. Wie bei allen neuen Tools oder Programmen muss man sich in den Editor auch ein bisschen einarbeiten. Vieles erschien mir selbsterklärend, bei einigen Funktionen musste ich allerdings lange suchen bzw. habe sie erst gefunden nachdem ich gegoogelt habe. Es gibt sehr gute Anleitungen im Netz.

 Learnings aus dem Website Make-over

Meine Learnings aus dem Projekt Website Make-over

Kreative Tätigkeiten brauchen manchmal Pausen

Wenn es nicht mehr läuft, lege eine Pause ein und lasse das Thema ruhen. Später kannst du es wieder aufgreifen und frisch an die Sache rangehen. Das wirkt Wunder in Bezug auf deine Kreativität. Die Pause muss nicht gleich monatelang sein wie bei mir, oft reicht es bei bestimmten Tätigkeiten, eine Runde an die frische Luft zu gehen oder etwas ganz anderes zu machen.

Geh mit dem Flow

Es tut gut, sich manchmal vom Flow leiten zu lassen. Zeit- und Prioritäten-Planung ist wichtig, aber eine gewisse Flexibilität solltest du dir erhalten. Wenn du voller Begeisterung für eine Sache bist und es einigermaßen in deinen Plan passt, mach es. Es bringt dir Freude und die Tätigkeit fällt dir so viel leichter.

Was gibt dir Energie, statt dir Energie zu nehmen? Geh mit dem Flow.

Nimm dir auch bei spontanen Aktionen kurz Zeit zur Planung

Nun kommt das Aber ;-). Auch bei spontanen Aktionen lohnt es sich, nicht Hals über Kopf loszurennen, sondern sich im Vorfeld etwas Zeit zur Projekt-Planung zu nehmen. Ich habe für das Website-Projekt nicht sooo viel geplant, aber mir zumindest im Vorfeld die einzelnen Schritte überlegt, eine Frist gesetzt (1 Woche) und was ich an welchem Tag machen und schaffen will. Sonst besteht die Gefahr, dass ein Projekt ausufert, du dich verzettelst und zu viel Zeit investierst.

Hinweis: So spontane Website-Umbau-Aktionen sind übrigens nichts für Anfänger. Es treten immer Probleme auf, mit denen du nicht gerechnet hat.

Vor Design-Änderung Inhalte auf Aktualität prüfen.

Eigentlich war ich der Meinung, meine Inhalte seien noch aktuell. Doch beim näher hinschauen sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich heute nach einem Jahr schon wieder etwas anders formulieren würde. Bei mir sind es nur Kleinigkeiten, die ich problemlos unabhängig vom Design ändern kann.
Doch wenn von vorneweg klar ist, dass auch Inhalte veraltet sind: Fange nicht spontan an, das Design umzubauen, sondern plane und entwerfe zuerst die Inhalte und dann das neue Design. Sonst hast du doppelt Arbeit.

Was mich überrascht und enttäuscht hat

Erstmal ein paar allgemeine Hinweise zu Vorlagen: Vorlagen sehen wunderbar aus. Doch wenn man sie auf der Website nutzen will, klappt das oft nicht, einfach nur Bildchen zu ändern. Du hast auf deiner Seite andere Grundeinstellungen, manchmal werden Bilder statt Designelemente verwendet (für Teiler oder ähnliches), die nicht zu deinem individuellen Design passen.

Bei der Vorlage von Thrive Themes, die mich inspiriert hat, habe ich beim Anschauen eine enttäuschende Entdeckung gemacht. Ich stellte fest, dass sie in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung katastrophal aufgebaut war. Das siehst du natürlich erst, wenn du dir die Technik anschaust.

Es waren strukturierte Überschriften zur Formatierung eingebunden.
Zum Beispiel Zitat-Zeichen als H1 (Hauptüberschrift, die nur einmal vorkommen sollte) und auch bei einzelnen anderen Abschnitten. „Na und??“ Denkst du jetzt vielleicht ;-). Ich versuche zu erklären, warum mich das so entsetzt hat.

SEO-technisch wirkt sich das negativ aus, denn wenn die Suchmaschine deine Seite ausliest bekommt sie die Informationen auch durch die Strukturierung der Seite (ungefähr wie beim Inhaltsverzeichnis eines Buchs) und die Strukturierung hilft der Suchmaschine, den Inhalt zu verstehen. Mit diesen Vorlagen würde die Seite wie Kraut und Rüben wirken und einen sehr schlechten Eindruck machen – auch wenn du das beim einfachen Anschauen von außen nicht siehst.

Ich habe die Vorlagen nur als Inspiration genommen und meine Elemente von Grund auf neu gebaut.

Ich rate generell von der Nutzung von Vorlagen ab.

Außer vielleicht bei einer Seite, die für sich alleine steht wie eine Landingpage. Wobei natürlich auch hier dein Corporate Design bzw. der Wiedererkennungswert wichtig ist.

Meine 5 Tipps für dich

Zusammenfassend hier nochmal meine 5 Tipps für dich:

  1. Wenn du dich nicht mehr kreativ fühlst – Pause machen und später weitermachen.
  2. Behalte dir eine gewisse Flexibiliät in der Planung frei, damit du mit dem Flow gehen kannst.
  3. Ein „richtiger“ Website-Relaunch sollte nicht spontan erfolgen, sondern gut durchgeplant sein.
  4. Überprüfe deine Inhalte, bevor du Design-Änderungen planst.
  5. Traue keinen Vorlagen – bau dir selbst welche.

Wenn du nicht vom Fach bist, hole dir Unterstützung bei Website-Änderungen. Denn es kostet dich sonst vermutlich viel Zeit, die du besser in dein Kerngeschäft investieren könntest.

Wie sind deine Erfahrungen mit Website-Projekten?

PS: Falls du Unterstützung beim inhaltlichen Überarbeiten brauchst und willst, dass deine Website endlich für dich Wunschkunden gewinnt, mache einen Termin für ein unverbindliches Strategiegespräch.

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