Sichtbarer werden auf und mit der Website

By Jutta Beyer

Kundengewinnung, Wunschkunden-Website


Deine Website ist ein essentieller Baustein um sichtbarer zu werden. Googlest du „Sichtbarkeit“ in Bezug auf Websites, findest du lange ausschließlich Ergebnisse zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Doch wie wird nicht deine Website an sich, sondern du auf und mit der Website sichtbar? Was du tun kannst um deine Website gezielt zur Steigerung deiner Sichtbarkeit einzusetzen und welche 8 Stufen der Sichtbarkeit ich auf Websites beobachte erfährst du in diesem Beitrag.

Du kannst diesen Beitrag entweder lesen oder die Audio-Variante hören. Diese ist schon etwas älter aus meinem früheren Blog Contentkiste).

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Bei Sichtbarkeit geht es um „gefunden werden“. Doch ist es wirklich so einfach? Nein, denn hinter dem Thema steckt jede Menge mehr dahinter. Es geht nicht um technische Suchmaschinenoptimierung oder spammige Werbung. Es geht darum, dich als Person (oder Unternehmenspersönlichkeit) authentisch zu präsentieren, nach draußen zu gehen und deine Interessenten zu begeistern. Damit sie von dir sprechen und deine Inhalte teilen.

Sichtbarkeit bedeutet, als Experte gefunden und empfunden zu werden mit authentischen Inhalten zu dem Thema für das du stehst.

Letzte Woche las ich den Gastbeitrag von Frank KatzerWie du mehr Online-Sichtbarkeit als Blogger bekommst“ auf bloggerabc. Ich finde ihn klasse, vor allem die Aussage, dass das Erhöhen von Sichtbarkeit nicht nur deinem Marketing dient, sondern auch ein gutes Stück Persönlichkeitsentwicklung ist.

So ist es definitiv, meist sind es meiner Meinung nach nicht die technischen Hindernisse, die viele blockieren, sondern die eigene Einstellung (Mindset) und die Angst, sich so zu zeigen wie man ist und dann auf Ablehnung zu stoßen.

Frank hat im Artikel 7 Sichtbarkeitsstufen für die Online-Sichtbarkeit definiert:

  1. Blog
  2. E-Mail-Liste (Freebie)
  3. Social
  4. Video
  5. Webinar
  6. Audio
  7. Live-Video

Als ich das gelesen habe, war mein erster Gedanke: Und wo ist die Website? 😉 Ein Blog kann in eine Website integriert werden, oder für sich alleine stehen. Blogger, die sehr sichtbar sind oder es werden wollen, bloggen meist irgendwann nicht mehr nur als reines Hobby sondern möchten mit ihrer Sichtbarkeit Geld verdienen, zum Beispiel durch das Verkaufen von Beratungsleistungen oder digitalen Produkten. Dann kommen oft statische Seiten im Blog dazu und er „mutiert“ vom reinen Blog zur Website.

Selbständige und Unternehmer haben meist zuerst eine Website als Ausgangspunkt. Die wäre in dieser Liste wohl Stufe 0. Eine kleine Website nach dem Motto „durch explizites Suchen gefunden werden statt aktiv nach Außen zu gehen“.

Als Zentrale der gesamten Unternehmenskommunikation spiegelt die Website ein Stück die Entwicklungsstufen deiner gesamten Online-Sichtbarkeit wider. Doch auch ohne große Sichtbarkeit aussenrum kannst du auf deiner Website sichtbar werden – indem du über deinen Schatten springst und dich einlässt auf deine Besucher und DICH zeigst. Schritt für Schritt. Was mich zur Frage führt: Welche Sichtbarkeitsstufen gibt es eigentlich auf der Website? Aus meiner Sicht stellen sich diese so dar:

Infographik-Stufen-Sichtbarkeit-Website

Sichtbarkeitsstufen auf der Website

  1. Stufe KontaktStartseite mit Kontaktdaten
  2. Stufe TextZusätzlich: Beschreibung des Unternehmens und der Dienstleistungen/Produkte
  3. Stufe FotosZusätzlich: Fotos
  4. Stufe BlogZusätzlich: Einbinden eines Blogs
  5. Stufe SocialZusätzlich: Social-Media-Vernetzung
  6. Stufe E-Mail-MarketingZusätzlich: Möglichkeit, sich in die E-Mail-Liste einzutragen
  7. Stufe AudioZusätzlich: Einbinden von Audios
  8. Stufe VideoZusätzlich: Einbinden von Videos

Von den Entwicklungsstufen und der Steigerung der Sichtbarkeit habe ich auf Website die Reihenfolge: Schreiben – Zeigen (Fotos) – Hören – Sehen (Videos) beobachtet. Meist steigt die Hemmschwelle auch in dieser Reihenfolge an.

Je sichtbarer du wirst desto besser können deine Interessenten dich einschätzen und die Entscheidung, ob sie dich besser kennenlernen möchten oder nicht fällt ihnen leichter. Wenn du beispielsweise ein Erstgespräch führst und die Interessenten schon Audios oder Videos von dir kennen, werden im Vorfeld schon diejenigen ausgefiltert, die mit deinem Dialekt nicht klarkommen, deine Gestik doof finden etc. Sie werden sich erst gar nicht melden. Diese Sichtbarkeit in Kombination mit deinem authentischen Auftreten ist ein wichtiger Aspekt, um deine Wunschkunden über die Website zu gewinnen (siehe Was ist eine authentische Website).

Was aber nicht heißt, dass du unbedingt alle Möglichkeiten dich zu zeigen nutzen musst und die Website von Audios und Videos nur so überquillt. Die Zeiten, in denen eine Website als umso toller empfunden wurde, je mehr Animation und Action vorhanden waren, sind Gott sei Dank vorbei ;-). Es geht auch nicht darum, IRGENDETWAS in deinen Audios oder Videos zu erzählen. Denn ein weiterer Aspekt um sichtbar zu werden ist die Qualität und Abstimmung deiner Inhalte auf deine Wunschkunden, damit diese von deinen Inhalten profitieren und diese weiterverbreiten.

Sichtbarkeit durch aussagekräftige Inhalte

Um für deine Besucher den höchsten Nutzen stiften zu können kommt es auf die Aussagekraft der Inhalte an und darauf, die passenden Content-Formate sinnvoll einzusetzen. Hier gibt es übrigens noch wesentlich mehr als die oben genannten wie Zeichnungen, Infografiken, …Eingebundene eigene Zeichnungen beispielsweise können auch viel über deine Persönlichkeit aussagen und dich sichtbarer machen, es muss nicht immer gleich Video sein – wobei dies natürlich einer „echten“ Begegnung am nähesten kommt. Hier gilt es, deinen eigenen Weg zu finden und Schritt für Schritt in deinem Tempo voranzugehen und dich nicht zu überfordern. Manches braucht seine Zeit, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen ;-).

Hier noch drei konkrete Anregungen, wie du auf deiner Website sichtbarer werden kannst:

3 konkrete Tipps, um sichtbarer auf der Website zu werden

  • Gib auf deiner Über-Mich-Seite auch ein paar persönliche Aspekte preis. Zum Beispiel welche Wertvorstellungen du hast, wie dein beruflicher Weg verlaufen ist (aber bitte keine langweiligen Lebensläufe), was dir besonders am Herzen liegt. Denke daran, persönlich ist nicht gleichbedeutend mit privat. Details über deine Kinder oder ähnliches haben hier nichts verloren.
  • Du bietest eine erklärbedürftige Dienstleistung oder Produkt an und möchtest weiterführende Infos bereitstellen? Mache das in Audio-Form und binde das Audio in deine Website ein. Hier auf der Contentkiste gibt es übrigens von manchen Blogartikeln auch eine Audio-Version.
  • Du möchtest, dass sich deine Wunschkunden gleich angesprochen fühlen? Stelle ein Video auf die Startseite in dem du deinen Besuchern erklärst, wann sie bei dir richtig sind und wen du ansprichst.

Die Website ist nur eine Komponente in deinem Gesamtmarketing, deshalb nutzt eine Vernetzung mit deinen anderen Kommunikationskanälen wie beispielsweise Blog, Social Media, E-Mail-Marketing (siehe Stufen 4 – 6) nur, wenn du auch in diesen Bereichen aktiv bist (siehe Nachhaltiger Beziehungsaufbau über Blog und Social Media).

Um deine Website allgemein sichtbarer zu machen, kann Suchmaschinenoptimierung, das Schalten von bezahlten Anzeigen sowie Hinweise auf Flyern, in E-Mail-Signaturen etc. helfen – aber ich schweife ab, das ist wieder ein anderes Thema.

Zusammenfassung

Pin-3-Aspekte-Sichtbarkeit-auf-und-mit-Website

Die für die Sichtbarkeit wichtigsten Aspekte sind meiner Ansicht nach

  • Deine Person – dich zeigen durch unterschiedlichen Medieneinsatz wie Audios und Videos.
  • Deine Persönlichkeit – „greifbarer“ werden durch Einblick in persönliche Sichtweisen wie Wertvorstellungen und Arbeits- / Lebenssituationen wie Erfahrungen und Geschichten
  • Deine Inhalte – Expertise zeigen durch aussagekräftige und auf die Zielgruppe abgestimmte Inhalte

Und diese 3 Aspekte kannst du wunderbar auf deiner Website für dich in unterschiedlichen Varianten einsetzen.

Austausch zum Thema Online-Sichtbarkeit / Sichtbarkeit auf der Website findest du in Frank Katzers Facebook-Gruppe Mehr Kunden durch bessere Sichtbarkeit oder in meiner Facebook-Gruppe. Du siehst, keine Ausreden mehr möglich 😉

Wie sieht es mit deiner Sichtbarkeit auf der Website aus, bist du schon zufrieden oder möchtest du etwas ändern?

Jutta Beyer

Autorin

Jutta Beyer ist Markenberaterin und unterstützt vielbeschäftigte Unternehmerinnen dabei, eine authentische Positionierung und eine klare Marke zu entwickeln. Sie hilft ihnen ihr Business zu vereinfachen, dass sie wieder mehr Zeit für andere Dinge haben.

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  1. Liebe Jutta,
    vielen Dank für deinen Artikel und die Diskussion zu Franks Artikel. Mit deinem Hinweis auf die Webseite hast du völlig recht und ich finde es sehr gut, dass du den Artikel so proaktiv aufnimmst und damit weiterarbeitest. Unsere Webseite bzw. unsere Blogs sind m.E. die Quelle von wo alles streut und wohin die Kunden bzw. Leser wieder gezogen werden. Unsere Sichtbarkeit beginnt hier, denn hier sind wir „zuhause“. Unserer Produkte/Dienstleistungen platzieren wir auf unsere Webseite und diskutieren unsere Themen in unseren Blogs. Schon an diesen Stellen müssen wir uns positionieren und sichtbar werden, um dann auch auf unseren Social-Media-Kanälen weiter zu machen. LG Daniela

    Reply

    1. Liebe Daniela,

      so sehe ich das auch. Wenn wir auf einen Blogartikel stoßen den wir interessant finden, wenn uns jemand in einer Facebook-Diskussion auffällt oder wenn wir eine Empfehlung bekommen, was tun wir als erstes – auf die Website desjenigen schauen und uns ein näheres Bild machen. Oder (das gibt es ja auch heute noch ;-)) wir lernen jemanden persönlich auf einer Netzwerkveranstaltung o. ä. kennen, bekommen die Visitenkarte und schauen dann auf die Website als ersten Anlaufpunkt…
      Danke für dein Feedback,

      LG Jutta

      Reply

  2. Hi,
    danke für diese Zusammenfassung.
    Mir geht es auch so: die Technik ist das eine… die kann man schnell in den Griff kriegen oder sich dafür vielfältige Unterstützung in Gruppen, Foren, Blogs, von Experten etc. holen.

    Aber um sichtbar zu werden mit einem Thema für eine Zielgruppe, muss man wissen was man kann, was man will, wer da zu einem kommen soll, wie man ihn am besten anspricht, etc.

    Ich beschäftigte mich seit über einem Jahr mit dem Thema: eigene Zielgruppe definieren und Positionierung der eigenen Themen als Coach und es ist tatsächlich ein Prozess und eine Art Persönlichkeitsentwicklung.

    Ich habe aus Deinem Beitrag noch einiges an Anregungen mitgenommen, besonders beim Thema Video tue ich mich schwer. „nur“ Audio könnte etvl. eine Alternative für mich sein – oder ein Einstief. Auch daran kann man wieder wachsen.

    Alles Liebe
    Christina

    Reply

    1. Liebe Christina,

      danke für deine Einblicke. Ich finde Audios auch toll, an sich und als „Vorstufe“ zu Videos natürlich auch. Es ist alles Übungssache – von der Ausstattung über technisichen Workflow bis zum Sprechen…ich musst zu Beginn bei den Audios viel schneiden, aber es wird immer weniger und ich lese mittlerweile auch nicht mehr alles ab wie am Anfang. Freut mich, wenn mein Artikel ein paar Anregungen geliefert hat, Ich finde es gut, wenn du dir die Zeit gibst um hineinzuwachsen. Viel Erfolg weiterhin!

      Liebe Grüße
      Jutta

      Reply

  3. Mit der Authenzität hast du vollkommen recht. Ich denke nur so kann man seinen USP oder seine Personalty optimal vermarkten. Man muss für den Kunden greifbar werden. Auch wenn damit manche vergrault. Ein Profil mit Ecken und Kanten ist immer noch besser, als eine rundgelutschte Website. Zudem kann man sich mit unterschiedlichem Medieneinsatz unterschiedlichen Buyer Personas präsentieren. Gerade Audio also Podcasting ist mir persönlich sehr recht, da man über die Stimme das Wesen einer Person mitbekommt.

    Reply

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